Freiwillige Feuerwehr Leonberg

24 Stunden Jugendfeuerwehr

  • Bericht vom 27.07.2005

  • Am 23.07.2005 kamen wir gegen 7.00 Uhr in Warmbronn an, Gebersheim und Höfingen leicht verspätet aber mit viel Gepäck beladen. Nach Dienstbeginn, Einführung, Fahrzeugeinteilung und die darauf folgende Fahrzeugkontrolle der jeweiligen Fahrzeuge, folgte ein gemeinsames "Fleischkäsefrühstück" mit Kakao, Tee und Kaffee.

    Der theoretische Unterricht wurde durch die Alarmierung des ELW und LF1 unterbrochen. Der Einsatzauftrag lautete einen umgestürzten Baum von der dadurch versperrten Straße zu beseitigen, welchen wir mit Hilfe von Unterleghölzern, Äxten und Handsägen innerhalb 30 min beseitigt hatten. Um nicht bei jedem Einsatz die gleiche Aufgabenverteilung zu haben, wechselten wir 4mal die Positionen. Zum ersten Mal gegen 11.00 Uhr. Für den praktischen Unterricht teilten wir uns in 3 Gruppen ein, die nacheinander Atemschutzübungen mit JF-Atemschutzgeräten (Erklärung folgt), technische Hilfeleistungen und die Verwendung der Steckleiter kennen lernten.

    Um 12.20 wurden der ELW und das LF1 zur Tierrettung alarmiert, der Grund war eine entlaufene (Gummi-)Schlange die auf einen Baum entflohen war. Zum Mittagessen nach dem Einsatz gab es Spagetti Bolognese. Der zweite Teil des praktischen Unterrichts, bei dem wir uns wieder in 3 Gruppen teilten, diesmal mit den Aufgaben Licht, erste Hilfe, Knoten und Stiche, wurde durch die Alarmierung aller Fahrzeuge (ELW,LF1,LF2) unterbrochen. Bei einem Müllcontainerbrand, in dessen Nähe kein Hydrant zu finden war, musste die Wasserentnahme aus einem Wasserbecken erfolgen. Nach Säuberung der Schläuche und Neuaufrüstung der Fahrzeuge stand ein erneuter Wechsel der Fahrzeuge an.

    Mit dem ELW, LF1 und LF2 rückten wir zur Privatbaustelle des Stadtbrandmeisters aus. Dort mussten wir eine von Erde verschütteten Person (Dummy) mit Händen und Schaufeln befreien. Allerdings rutschte vom Hänger immer noch Erde nach, was uns das Retten der Person erschwerte. Nach dem gelungenen Einsatz bekam noch jeder etwas zu trinken und der eine oder andere entdeckte bei den Pferden seine heimliche Tierliebe.

    Im Anschluss an den Einsatz hatten wir dann Dienstsport, der aber nicht lang dauerte, da bereits der nächste Einsatz auf uns wartete. Alle Fahrzeuge eilten daher so schnell es ging zur Steigwaldhalle, wo sich herausstellte, dass es nur ein Fehlalarm war. Anschließend fand dann der dritte Fahrzeugwechsel statt.

    Zum wohlverdienten Abendessen gab es belegte Brötchen und Maultaschen. Unseren gemütlichen Videoabend unterbrach der Alarm mit Aufruf an alle Fahrzeuge. Auf einem Feldweg Richtung Renningen hatte sich eine Zusammenstoß zwischen einem Motorrollerfahrer und einem Autofahrer ereignet. Zwei Personen waren verletzt. Wir sicherten die Unfallstelle ab, räumten die Fahrbahn und versorgten die Verletzten. Während dem Freiräumen der Unfallstelle wurde das LF2 zu einem Mülleimerbrand gerufen. Bei der Ankunft des LF2 stellte sich heraus, dass es sich nur um eine brennende Zigarette auf einem Mülleimerdeckel handelte. Der Angriffstrupp ging jedoch unter JF-Atemschutz vor und löschte die Zigarette mit der Kübelspritze ab. Nach Beendigung dieser beiden Einsätzen waren einige todmüde, andere zogen anstatt den Feldbetten weitere DVDs vor.

    Um Mitternacht lief auf der Leitstelle ein Brandmeldealarm auf und der Löschzug der Jugendfeuerwehr rückte zur Steigwaldhalle aus. Doch wie bereits am Abend stellte sich dieser Alarm als Fehlalarm heraus. Mancher gönnten sich anschließend noch eine Runde Schlaf, andere sahen DVD oder saßen in gemütlicher Runde auf der Treppe der Feuerwache. In der Zwischenzeit schafften es viele nur noch mit Hilfe des Kaffees sich wach zu halten und die Zentralenschicht fiel einigen reichlich schwer. Gegen 5.00 Uhr kam der Alarm für unseren letzten Einsatz. Am Warmbronner See war ein unbeaufsichtigtes Feuer, das wegen der Waldbrandgefahr gelöscht werden musste. Zunächst wurde die Wasserversorgung aus dem Warmbronner See aufgebaut. Nachdem alle Rohre Wasser hatten konnte das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden.

    Der BF-Tag endete mit einem Frühstück im Freien, bei dem es eine Jungendberufsfeuerwehrtagspfanne (Maultaschen und Rührei) zu essen gab. Natürlich gab es auch Brötchen & Co. eben ein echtes Sonntagsfrühstück ! :-)


    von Julia L.
  • Bilder
  • Eine knifflige Lage bei einem Bauunfall
  • Auch in den frühen Morgenstunden durften sie ran
  • am nächsten Morgen gab es zur Stärkung ein Frühstück