Freiwillige Feuerwehr Leonberg

Kleintransporter raste in brennenden Lkw

  • Bericht vom 11.06.2001


  • Was war geschehen?

    Ein Mann befuhr mit seinem Kleintransporter die Überleitung von der BAB A81 auf die A8 und überholte dabei einen Tanklastzug. Am Ende der Überleitung stand ein brennender Lkw, welcher von dem Überholenden vermutlich zu spät bemerkt wurde und der Fahrer des Kleintransporters in den Lkw hinein raste.
    Nach dem Aufprall auf den Lkw drehte sich der Transporter, der Tanklastzug prallte in dessen Beifahrerseite, schob ihn ein Stück weit an dem brennenden Lkw vorbei und schleuderte dadurch den Fahrer des Kleintransporters seitlich aus dessen Führerhaus.



    Alarmierung

    Die Autobahnpolizei, welche die Feuerwehrleitstelle Böblingen alarmierte, war bereits unterwegs zu dem brennenden Lkw. Vorort stellte die Polizei fest, dass in der Zwischenzeit ein Kleintransporter in diesen brennenden Lkw hinein raste und teilte dieses sofort der Feuerwehr mit.



    Lage und Tätigkeit

    Als erstes Fahrzeug der Feuerwehr traf das TLF 16 an der Einsatzstelle ein und die Erkundung des Gruppenführers ergab folgende Lage: Ein brennender Lkw stand auf der linken Fahrspur am Ende der Überleitung auf die A8 in Vollbrand. Der Tanklastzug kam im Rückwärtsgang den Einsatzkräften entgegen und der Kleintransporter stand zehn Meter auf der rechten Fahrspur. Der blutüberströmte Fahrer des Kleintransporters lag fünf Meter vor dem brennenden Lkw im Seitenstreifen.
    Der Angriffstrupp des TLF 16 nahm die Brandbekämpfung mit zwei C-Rohren auf und der Wassertrupp übernahm die Erstversorgung des Kleintransporter-Fahrers. Das eintreffende TLF 24 übernahm die Wasserversorgung des TLF 16. Der RW 2 mit Sicherungsanhänger und der GW-Licht übernahmen die Ausleuchtung, sowie die Absicherung der Einsatzstelle. Nach dem Eintreffen des Rettungsdienstes, welcher nur noch den Tod des Fahrers feststellen konnte, nahm der Wassertrupp des TLF 16 ein weiteres C-Rohr zur Brandbekämpfung vor. Nachdem ein Grossteil des Lkw abgelöscht war, wurde festgestellt, dass die Ladung u.a. aus Pkw-Reifen bestand. Deshalb wurde zum Ablöschen zusätzlich Mittelschaum eingesetzt. Als der herbei gerufene Sachverständige den Unfallhergang rekonstruiert hatte und die Polizei die Einsatzstelle freigab, konnte der Abschleppdienst den Kleintransporter und den ausgebrannten Lkw abtransportieren. Nun mussten noch die Brandrückstände von der Autobahn entfernt, als auch die ausgelaufenen Betriebsstoffe abgestreut und aufgenommen werden.



    Schlussbemerkung

    Die Verletzungen, welche der Kleintransporter-Fahrer beim Aufprall auf den brennenden Lkw erlitt, waren bereits tödlich. Der auffahrende Tanklastzug hatte für den Tod des Fahrers, sowie den Ausgang des Unfalles keine gravierenden Auswirkungen mehr.

  • Bilder
  • Zwei Minuten nach Eintreffen der Feuerwehr
  • Sicht auf das brennende Führerhaus
  • Nachlöscharbeiten mit Mittelschaum
  • Deformiertes Führerhaus des Kleintransporters
  • Ausgebrannter Lkw